Critical Power und Leistungs-Dauer-Kurve modellieren.
Der Rechner schätzt Critical Power und W′ aus All-out-Leistungen im Work–Time-Modell. Eine optionale 1-s-Bestleistung parametrisiert zusätzlich das Morton-Dreiparametermodell mit endlicher Maximalleistung, ohne den CP-Fit der längeren Tests zu verändern.
Modellierte Leistungs-Dauer-Kurve
Messpunkte und Modellabweichung
| Dauer | Leistung | Arbeit | Modell | Abweichung |
|---|---|---|---|---|
| Noch keine Berechnung. | ||||
Work–Time-Modell und Morton-Dreiparametermodell
Aus jedem Testpunkt wird Arbeit W = P · t gebildet. Die lineare Regression von Arbeit auf Zeit liefert CP als Steigung und W′ als Achsenabschnitt.
Der Rechner akzeptiert All-out-Leistungen von 2 bis 15 Minuten. Die Kurve außerhalb des Testbereichs ist eine Modellfortschreibung und keine direkte Messung.
Das Modell ergänzt CP und W′ um eine endliche theoretische Maximalleistung Pmax. Die Kurve fällt ab t = 0 kontinuierlich ab und nähert sich langfristig CP an.
Die gemessene 1-s-Leistung wird nicht mit Pmax gleichgesetzt. Stattdessen wird τ so gelöst, dass das Morton-Modell den 1-s-Wert exakt trifft. Anschließend folgt Pmax = CP + W′/τ.
Literatur und Einordnung
The work capacity of a synergic muscular group. Ergonomics. Grundlage der hyperbolischen Leistungs-Dauer-Beziehung.
A 3-parameter critical power model. Journal of Sports Sciences, 14(5), 447–452. Einführung einer endlichen Maximalleistung zusätzlich zu CP und W′.
Critical Power: An Important Fatigue Threshold in Exercise Physiology. Medicine & Science in Sports & Exercise.
Arbeiten zum 3-min-All-out-Test, zur Schätzung von CP/W′ und zu physiologischen Anwendungen.
Modellhinweis: CP und W′ werden weiterhin ausschließlich aus den 2–15-min-All-out-Tests geschätzt. Die 1-s-Leistung parametrisiert nur das Morton-Modell. Pmax ist eine auf t = 0 extrapolierte Modellgröße und nicht identisch mit der gemessenen 1-s-Mittelleistung.
